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Geschrieben von tk
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Sonntag, 21. Dezember 2008 |
Auf einmal ist es da: das Argument. Niemand hatte ernsthaft angenommen, dass es sich hierher verirren könnte. Man hat sich am Mittag noch bei einem kleinen Imbiss im Gutshaus getroffen, hatte über dies und das nachgedacht, laut nachgedacht, sicherlich, immer wenn es darum ging, über etwas gemeinsam nachzudenken, geschah das in lautem Ton, es ging oft um etwas, eigentlich geht es, ich meine, sonst braucht man doch nicht mehr nachdenken, hat die Gutshaus’ Anna gesagt, das Denken ist eine ganz interessante Sache, da muss es schon um etwas gehen, denn sonst, ich meine, die Gutshaus’ Anna hat sich in ihrem Redefluss gerne selbst unterbrochen, hat von den hohen Preisen gesprochen, hat sich über die hohen Preise, die sich zu entrichten hat, immer aufgeregt, aber dann hat sie zum Kreiner gesagt, Kreiner, geh’ doch g’schwind einkaufen, sie hat gesagt, die Preise, sie werden immer teurer, die Dinge, sie werden, geh, Kreiner, geh’ g’schwind einkaufen, so hat das die Guthaus’ Anna immer, aber wenn sie mal gut gelaunt gewesen ist, dann hat sie ganz schön, also, und jetzt sind wir am Mittag bei ihr noch kurz gegessen, haben einen Imbiss zu uns genommen, haben laut nachgedacht, und hoppla, da ist jetzt das Argument und jeder von uns denkt darüber nach, ob man das vorher schon wissen hätte können, he, ich bin nicht schuld, hat der Kreiner sofort gesagt, als es klar war, dass es jetzt um ein Argument geht, keiner nimmt doch ernsthaft an, dass ich etwas mit Argumenten, also, ich meine, hallo, und dann ist der Kreiner aufgestanden und ist rüber gegangen, in den grünen Salon ist der Kreiner gegangen, er hat so gemacht, als sei alles in Ordnung, dabei hat man ihm schon im Gesicht angesehen, dass er selbst es am allerwenigsten glaubt, sein Gesicht ist eine Ansammlung von Indizienbeweisen, dass gerade ganz und gar nichts in Ordnung ist, vielmehr signalisiert sein Gesicht auch noch weiterhin, dass alles überhaupt nicht in Ordnung ist, was der Kreiner selbst ja am allerwenigsten erwartet hat, ich gehe jetzt rüber, hat der Kreiner gesagt, und hat so gemacht, als ob er dem Argument dadurch in irgendeiner Weise entgehen kann, ich gehe rüber, hat er gesagt, und dachte dadurch dem Argument entkommen zu sein, aber selbst wenn er es geschafft hätte, wenigstens sich selbst von den Erfolgsaussichten dieser ansonsten doch eher lächerlichen Flucht überzeugt zu haben, spätestens die Gutshaus’ Anna hat ihn dann später schon wieder mit der Wirklichkeit konfrontiert.
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