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Geschrieben von tk
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Mittwoch, 8. Oktober 2008 |
Auf ner Palme sitzt der Ole. Und wie ist der Ole da hingekommen? Der Ole ist mit einem Anfangssprung auf die Palme diese ganz nach oben gerannt, jetzt sitzt er da. Und warum ist der Ole auf die Palme gesprungen? Wenn er nicht gesprungen wäre, hätte ihn der Stock getroffen. Welcher Stock? Der Stock von der Hanna. Warum hat denn die Hanne den Ole schlagen wollen? Sie hatte ihre Gründe. Welche? Der Ole hat die Hanna offensichtlich geärgert. Offensichtlich? Die Hanne muss es wohl so empfunden haben. Ist die Hanna überempfindlich? Sie ist sensibel? Also überempfindlich? Die Hanna will manches vielleicht falsch verstehen. Und warum will sie den Ole dann mit einem Stock schlagen? Weil der Ole zuvor sie geschlagen hat. Also hat der Ole angefangen du ist dann einfach geflohen? Eigentlich hat die Hanna angefangen? Mit dem Stock? Mit den Worten. Und dann hat der Ole als Reaktion darauf mit dem Stock geschlagen? Später. Der Ole hat abgewartet? Erst hat die Hanna den Ole mit Worten attackiert, dann hat der Ole die Papiere rausgeholt. Was denn für Papiere? Die Papiere mit dem Beweis, und die hat der Ole der Hanna unter die Nase gerieben. Was für einen Beweis? Die Hanna hat’s nicht glauben wollen und hat den Ole beschimpft und beleidigt, daraufhin hat der Ole das Papier mit dem Beweis aus der Tasche geholt und hat dabei gelacht. Was wollte denn die Hanna nicht glauben, und warum hat der Ole gelacht? Geht dich nichts an. Ich gewinne langsam den Eindruck, Du beziehst Position für den Ole, oder? Geht dich nichts an. Bist du vielleicht mit dem Ole befreundet? Geht dich nichts an. Aber ein Mann bist du doch schon? Geht dich nichts an. Bist du vielleicht gar der Ole selbst? Geht dich nichts an. Und geht es mich vielleicht auch nichts an, dass mein Name Hanna ist? Weiß ich nicht. Du bist wirklich selten dämlich. Soll ich mir das aufschreiben? Untersteh dich. Muss ich denken, dass du vielleicht dämlich bist? Ich komme dir gleich. Muss ich dieses Pier hier wirklich als Beweis heranziehen? Schwein. Und was willst du jetzt mit dem Stock? Dich schlagen. So wie ich dich jetzt damit schlage? Au, na warte. Kann ich auf Hilfe hoffen oder sollte ich jetzt nicht einmal langsam losrennen? Auf die Palme! |
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Geschrieben von tk
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Montag, 22. September 2008 |
Neulich lief ich die Straße entlang, sagen wir, es schien die Sonne, ein bisschen, wenigstens – Man muss sich zu diesem Behuf vergegenwärtigen, dass sehr viele der sogenannten Prosagedichte mit ähnlichen Sätzen beginnen, zum Beispiel „While I was walkin’ down 5th Avenue ...“ oder auch „Sie hatte ihn verlassen, nun musste er sich aber dem weitaus wichtigeren Problem widmen: Die Zigaretten waren ihm ausgegangen. Und also ging auch er jetzt.“ Solche Hinweise muss man vielleicht an dieser Stelle gar nicht geben, kann man aber, haben wir gemacht, hätten wir nicht gemusst, aber ... – und da treten an mich als Vertreter einer ganz auf innere Lockerheit fokussierten Minderheit zwei Subjekte heran und verlangen etwas über Solipsismus zu erfahren. Jungs, sage ich, es hätte schlimmer kommen können, ich habe gerade eine ruhige Minute. So sieht man sich plötzlich einer Fragensturmflut, ob koffeinhaltig, mit Karamell, groß, mittel, klein oder sehr mittel ausgesetzt, die schließlich nach einer ganz anderen Ausgangslage schreit: Ich, beginne ich mit tiefer, aber durchaus sonorer, wie sagt man Stimme, habe mich das auch manchen tags gefragt, aber, so ich zu den Jungs auf ihrer vergeblichen Suche, dem Moment den Sinn zu entleeren, erst heute habe ich begriffen, dass die Frage in umgekehrter Weise gestellt werden muss. Und bevor die beiden vor ihrem warmen Getränk mit der Aufschrift „Caution, cup contains extremly hot beverage” noch in Unwissenheitskatatonie verfallen, kläre ich sich mitleidsvoll auf. Ich frage mich, sage ich, durch die wenigen Schleier der lauwarmen Plärre, bin ich die Erfindung eines anderen. Sie schauen mich verwundert an und beginnen kurze Zeit später als Ausdruck ihrer Angespanntheit, schwitzend auf dem Kunstledersofa hin und her zu rutschen. Die Situation ist jetzt nicht gerade einfache dadurch geworden – nicht einfacher (wir sagten es bereits), aber vielleicht klarer. Hier ist Lore, der gedrungene Hyperventilierer, dort Misch, der jeden Augenblick in die Tischplatte zu beißen droht und - ach ja, ich, gutaussehend und in jedem Moment noch ein strahlendes Zeichen für Stil und guten Geschmack; wenn jetzt noch jemand zur Tür hereinkommt, mag niemand mehr zu sagen, was dann geschieht. Denn eins ist klar: Wenn Lore Mischs Erfindung ist, und dieser wiederum nur von mir erdacht wurde, wer bin dann ich, wenn jetzt ein vierter Unbekannter den Raum betreten wird und mich als seinen Gedanken ausweist? Wie soll ich die Verantwortung für die von mir geäußerten Ideen und Sätze übernehmen können, wenn eben diese gar nicht von mir stammen; kann ein erfundenes Wesen wie ich mit moralischen Prinzipien ausgestattet sein, die nicht nur simuliert, vielmehr tatsächlich an den tragenden Achsen angebracht sind, wenn er selbst doch nur wieder eine dieser Simulationen ist? Die Tür geht auf, eine uns allen bekannte Person betritt den Raum, weiblich, man weiß schon, und jeder erwartet aus Gewohnheit und weil es einfach zum sogenannten guten Ton gehört nun eine Pointe. |
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Geschrieben von tk
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Donnerstag, 9. Oktober 2008 |
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.... tag für tag kennt man eigentlich nur noch den einen gedanken, man geht morgens aus dem haus und abends kommt man nach hause und man hat nur noch den einen gedanken, mensch, sagt man immer wieder zu sich selbst, mensch, sagt man, mensch, wann schmeißt du endlich den ganzen bäppel hin, einfach, klatsch, ab jetzt könnt ihr euren dreck alleine machen, ich bin doch nicht euer wurschtsepp, ich mach da nicht mehr mit, hier, da könnt ihr gleich mal anfangen, da nehmt ihr jetzt den ganzen quatsch mal in die hand, wurschtsepp ist nicht mehr, ende, ich sage euch e n d e, so denke ich manchmal, immer öfter, eigentlich immer und das ohne eigentlich, es wird die zeit kommen, wartet’s nur ab, mit mir könnt ihr das dann nicht mehr länger treiben, und kein mensch wird sich dann jemals wieder an mich erinnern, der wurschtsepp, war da mal was, nee, nee, ich wandle nämlich dann auf anderen pfaden, jo, das wisst ihr jetzt genau, amöbengemurkse, das möchte ich zu euch mal sagen, nicht wahr, irgendwann kommt der tag, keine sorge.... Macht jemand mal bitte das Licht an. Danke. Im Dunkeln fängt man eh nur zu phantasieren an, und dann flüstert man nur noch, hm. |
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