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Geschrieben von tk
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Freitag, 11. Januar 2008 |
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Wer viel denkt, der denkt auch viel darüber nach, warum er das macht; doofe Sache, das. Man kommt mit dem Denken schnell an Grenzen, vor allem, da es anstrengend ist. Schlimmer: Man kommt mit dem Denken nicht aus dem Denken heraus. Es bleibt stecken, man bleibt stecken, man verrennt sich in seinen eigenen Gedanken, ein Labyrinth, wer böses dabei denkt. Natürlich kann man sagen, dass das Denken jetzt nicht wirklich die schlimmste Tätigkeit ist, die es so gibt, ich meine, hier, jetzt und heute. Wer solches annimmt, der hat wohl für einen Bruchteil einer Sekunde vergessen, dass es da auch einen Alltag gibt. Hallo! Ich pflege meinen Alltag, o bitte, musst Du mich so quälen? Ja, es gibt viel schlimmere Tätigkeiten als das Denken – in kaltem Wasser fettige, eingeweichte Bratpfannen säubern habe ich oben vergessen -, aber Denken ist auch nicht nett. Sicherlich, darauf sollte man sich einigen können. Deswegen ergibt sich an dieser Stelle die Schlussfreudigkeit, den Deckel zu schließen, und es mit dem Denken endlich einmal gut sein zu lassen. Schwipp – schwapp – schwipp – schwapp – sie kennen das: Man treibt so von einer Seite zur nächsten und wieder zu dieser, hin und her, immer wieder, nicht mehr, aber auch nicht weniger, einfach so. Einfach so, ist gar nicht so einfach, man weiß schließlich gar nicht, was man da so tut. „Einfach“ sagt man so einfach, aber die Minuten müssen ja gefüllt sein, ein bisschen Musik wäre nett (®Ton), nichts Anstrengendes, als Hintergrund – Kolibris pflasterten seinen weg. Ach ja, wie man den Tag verbringen kann, wie angenehm, wie überaus angenehm, wie unbeschwert, er verbrachte seinen Tag mit angenehmen Dingen. Sie werden sagen, also wenn es dazu käme, dass man annehmen könnte, ich meine, es wäre durchaus möglich, dass man den Tag in einem angenehmen, egal, was interessiert mich die Nachwelt, ich lebe hier und heute, ein freudiges Ereignis an mir selbst, da brauche ich niemanden um Erlaubnis bitten, ist einfach, wie’s ist, im Dasein sein, das Dasein-Sein, das so im Dasein-Sein, so im Dasein-so-Sein, einfach so, toll. Man braucht nicht mehr hüh sagen, also zum Beispiel hüh ist in gar keiner Weise mehr notwendig, weder hüh, also grundsätzlich, weder hüh noch hott, nicht einmal hü, ja, ich bin so radikal, anzunehmen, dass selbst ein h überflüssig ist. Der Atem versagt fast beim Gedanken an das, was man alles nicht braucht. Nicht einmal das h brauche ich. Klasse. Wer nicht mehr atmet, der kann auch nichts mehr falsch machen. Deswegen ist es gut, einfach einmal nicht zu atmen. Beispielsweise läuft man so auch nicht Gefahr, den Turm umzuschmeißen. Eh, ich war’s nicht, ich kann es gar nicht gewesen sein – man versteht: im Falle dessen! -, ich habe einfach gar nicht gedacht, nu, wo nix denken, da nix umschmeißen, ja, ich habe nicht einmal geatmet, hier, ich bin Zeuge, habe einfach die Luft angehalten, hier immer noch, derjenige mit dem roten Gesicht – toll. Es tut so gut noch einmal innezuhalten – kurz bevor es losgeht, sozusagen. Man ist dann auf alles vorbereitet, jede Eventualität, komme, was da wolle. So könnte beispielsweise ein Märchen kommen. Es war einmal eine kleine gestreifte Giraffe, heißt es da auf einmal. Aber, ich bin darauf gefasst, mich erwischt auch so etwas nicht auf dem falschen Fuß. Die ging in den Supermarkt um die Ecke, ja, ja, seid ihr jetzt verwundert? Haben sie vielleicht Faschingskostüme, heißt es da weiter. Aber die Supermarktsbetreiber waren auf einer langen Weltreise, und so stand die Giraffe ganz alleine im Supermarktladengeschäft, hm. Und wenn die Supermarktladengeschäftsbetreiber dann nicht an Dengue-Fieber gestorben sind, und der Giraffe durch die entsprechenden Behörden Bescheid gesagt wurde, dann steht sie da noch heute. Ende wohl, alles weißlich – Moral: Wer mit Musik nichts anfangen kann, sollte auch keine Denkpausen einlegen. |
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Geschrieben von tk
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Samstag, 12. Januar 2008 |
 Heute will ich im Rhythmus bleiben. Der Rhythmus ist der Garant für die Wiedererkennung, hoast mi? Keine abweichenden Schritte, kein Jenseits des Mainstreams, in die Fluten und dann einfach mit den Hufen geklappert: Schto schto puh schto schto puh oder zip zap zip zap zip zap zöp zöp zöp zip zap zip zap zip zap zöp zöp zöp. Auch immer wieder gern gehört der schluffige Bläh-Rhythmus: blähhhhh blub [kurze Pause] blib blähhhhh blub [kurze Pause] blib. Die kurze Pause ist uneinheimlich wichtig. Sie gibt dem ganzen erst Struktur. Wenn es keine kurzen Pausen gibt, so kann man sich das Ganze in etwa so vorstellen, als kämen alle unaufgeforderten Besuche der ketterauchenden Nachbarin im dritten Lebensabschnitt der letzten – ach sind wir großzügig, sagen wir 5 Jahre – gleichzeitig: Poff! Zusammenhänge sind einfach nicht begreifbar, wenn man sich an die Idee des glatten Blocks heftet. Da kommt also dieser glatte Block daher, kennen wir, hallo, sagt er, wie ein glatter Block nun mal so spricht, nein, nicht zum Schreiben, Block hat im Deutschen, sie kennen das, die verschiedenen Bedeutungen von Sprache, so viele Bedeutungen, man weiß gar nicht so richtig, wo man ansetzen muss, so viele Bedeutungen, kann einem ganz schnell über den Kopf wachsen, erst über die Ohren, dann über die Kopfmittelhaut, dann schon bei den Haaren, kennen wir, dieser glatte Block also, ein Quader, genau , oder sagen wir, von mir aus auch ein Würfel, da kommt der Würfel so daher, du musst dir vorstellen, die Welt läuft Amok bei dem Gedanken, dass sie ein Würfel, ein glatter, kann ja auch niemand damit umgehen, kann er ja auch nicht, er oder sie, sie werden schon sehen, es gibt einen Unterschied, ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich glaube mich heutzutage nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben, wenn ich davon ausgehe, dass es einen Unterschied gibt, sie oder er, ich bitte sie, da kann man doch auch selbst auf die Idee kommen, auf den Trichter, wie es mein alter Mentor immer formuliert hat, der Trichter ist auf, hat er immer gesagt, dahin musst du schon selbst kommen, und dann hat er immer so ein komisches Geräusch zwischen seinen Zähnen und deren Zwischenräumen hervorgebracht, ein ganz und gar merkwürdiges, ich würde sogar sagen ein komisches, ein äußerst komisches Geräusch, etwa so, pfh, Moment, pfh, ja, durchaus nicht unähnlich, verstehen sie, ich glaube man gewinnt einen Eindruck, erst habe ich gedacht, dass ich nicht ganz richtig gehört habe, musste aber sogleich verstehen, dass es durchaus Dinge zwischen Himmel und Hölle oder eben zwischen Zähnen und Zahnlücken gibt, von denen ich nicht einmal träumen hätte können, in der Tat, wenn ich von derlei Geräuschen geträumt hätte, nee, nee, da labe ich mich doch lieber an Gedanken, wie glatte Blöcke auf mich hernieder gleiten, wie da Glücksfee, Mensch, die gleiten zu mir hernieder wie da Glücksfee, goldig, und da macht man sich im ersten Augenblick nun wirklich keine Gedanken, ob das jetzt echt ist, oder ob das ja vielleicht gar nicht so gemeint ist, ist doch gar nicht so gemeint, könnte es hinterher vielleicht heißen, und man steht dann da, als sei es jetzt gerade so richtig lustig, wohingegen man natürlich ganz genau weiß, dass jetzt der leibhaftige glatte Block vor einem schwebt. Geht auch vorüber, kann man da nur noch denken, wo’s Noten gibt, gibt’s auch Pausen, kurze zwar, aber he, es gibt auch kleine Dinge, die ihren Beitrag zum Weltgeschehen leisten. In Wahrheit sind es ja immer die kleinen Dinge, die so wichtig sind, sie sind so wichtig, viel wichtiger als alles andere, denkt man sich immer genau in den Augenblicken, in denen einem die kleinen Dinge begegnen, das war doch wieder so ein kleines Ding, denkt man sich, nie käme man auf die Idee, bei glatten Blöcken zu denken, Mensch, da ist doch wieder so ein glatter Block. Nehmen wir einfach mal die letzten Wahrheiten, nehmen wir an, uns begegneten die letzten Wahrheiten, ich glaube, niemand käme auf die Idee, hieraus die letzten Wahrheiten im sprichwörtlichen Sinne zu machen, Mensch, das sind doch ..., ja nicht einmal wenn es die allerletzten wären. Die Situation stellt sich also wie folgt dar: Zur Linken – ihr erinnert euch, das weite Plateau, die Sonne ist heiß, der Wind bläst aus Nordnordost, die Geier pfeifen eine liebliche Weise – der Mob, der euch nicht ums Verrecken noch eine Chance einräumen will, dass ihr etwas Gescheites auf die Reihe bekommt (unter stillschweigender Zusatzbedingung, dass das Ganze auch noch in endlichen Schritten über die Bühne gehen soll), zur Rechten Ihr, mit dem allgemein kulturpessimistischen Zweifel, den man aus Film, Funk und Fernsehen kennt, drei Wochen ungewaschen – es könnte schlimmer kommen. Plötzlich fällt ein Schuss, und zwei Zuschauer wollen unisono ihr Geld zurück – kennen wir, sagt ihr? Dann kann ich euch nur raten weiter zu klatschen: auf eins und drei: EINS zwei DREI vier EINS zwei DREI vier .... |
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