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Von einem (Surflehrer?),
Geschrieben von tk   
Sonntag, 27. Januar 2008

Von einem (Surflehrer?), der auszog, ein sprachliches Nest auszumachen 

Und da hat er es auch schon gefunden und schlägt wie ein wildgewordenes Albinoseepferdchen auf das Nest ein, hippe hoppe hippe hoppe, dich kriegen wir klein, piff paff und die Nachbarn kommen dazugelaufen und schreien, Mensch, schreien sie, das können sie doch nicht machen, ist doch so ein schönes Nest, ein sprachliches noch dazu, aber er hat schon die Kettensäge angeworfen, ritsch ratsch, da werden keine Fisimatenten gemacht, Mensch mach doch keine Fisimatenten, sagt da das umstehende Volk, aber er macht ja auch keine Fisimatenten, geblödsinnt ist gleich, da brauch er kein umstehendes Volk, wird eh immer nur für populistische Geschichten herangezogen, und ich sage euch, sagt er, während er den aus Film, Funk und Fernsehen bekannten Plastiksprengstoff am Nest in fachmännischster Weise anbringt, ich mache keine Fisimatenten, sei das Volk jetzt umstehend oder eben nicht, doch da tritt auch schon ein Gnadengesuch auf, hallo, sagt das Gnadengesuch, ich bitte dich, lieber Surflehrer, wenn du denn einer sein solltest, verschone doch bitte dieses nette und so gar nicht gefährliche sprachliche Nest, da schwingt der Surflehrer, wir gehen jetzt einfach auch einmal davon aus, dass es sich um einen solchen handelt, die Hufe und schlägt sein Nachtlager am Lago Maggiore auf: O du alle diese sprachlichen Nester beschützender Mond, ist es möglich? Dieser sagt ja, und schon befindet man sich auf einer heißen Verfolgungsjagd auf dem Freeway Richtung Arizona. Ich kannte mal einen Hund, der den Namen Freeway trug, ein netter Kerl, biss uneinheimlich viel, vor allem seinen Besitzer. Aua, hat dieser gerufen, ansonsten hat er Autos vercheckt. Doch was hilft uns das, wenn uns doch die Highwaypolizei, die in diesem Fall auch für die Freeways zuständig ist, auf den Fersen folgt? Herr Officer, habe ich nur gedrückt mit rechte Fuß auf Pedal, ist gefahren wie Hund, wie Freeway, möchte ich sie einladen auf leckere Kirschkuchen, hat gemacht meine Frau, und wie wär’s mit eine kleine ... wärmt so gut an kalte Tage. Doch der Polizeioberwachtmeister erkennt das Problem und den getarnten Surflehrer, zwinkert diesem zu und beide sind fast gestorben, wenn sie auch gelebt haben. Das Beste zum Schluss: Mes Dames et Monsieurs, l’Môral. Ich will es vielleicht so sagen: Ich kannte mal jemanden, der spielte Alphorn, und jedes Mal, wenn er vor die Tür ging, um das Alphorn zu blasen, fühlte er sich ganz ganz einsam. Hätte er nicht machen sollen. Eh Scheißmusik.   

 
Welcome to my Jargon!
Geschrieben von tk   
Montag, 28. Januar 2008

Siehste? Verstehste? Der Onkel nimmt den kleinen Harald beiseite und zwickt ihn in die Wange. Willst wohl jetzt dem Onkel gehorchen, was? Gerda, der Junge will dm Onkel nicht gehorchen, ich glaube er versteht den Ernst der Lage nicht. Verstehst wohl den Ernst der Lage nicht, mein Junge, werde ich Dir schon beibringen, wenn der Onkel etwas sagt, dann meint er es auch meistens so, was sage ich, er meint es so, wortwörtlich, verstehste mein Junge. Der Onkel kneift immer mehr in die Wange Haralds. Aua, sagt der Junge, der zwischen Zeigefinger und Daumen des Onkels hängt, aua, es scheint so zu sein, dass Harald offensichtlich unter der Tortur des Onkels leidet. Wie meinste das, he, mein Junge, ich versteh wohl nicht, Gerda, der Junge sagt immer wieder aua, aber er ist letztlich nicht in der Lage, mir zu erklären, wie es denn mit dem aua steht, wie denn das aua eigentlich zu verstehen ist, hörste, ich rede immer frei heraus, wie ein Soldat, haben die früher immer gesagt, wie ein Soldat, er spricht wie ein Soldat, aber du sagst hier einfach mal aua, ein unmotiviertes aua und dann soll dich alle Welt wohl augenblicklich verstehen, dabei wiederholst du es auch noch, als sei dadurch der Gehalt vielleicht klarer, aber er ist nicht klarer, du musst lernen, dich eindeutiger zu artikulieren , sage was du denkst. Der Onkel drückt noch ein bisschen heftiger, der Junge schreit, er sagt aua. Hörst du das, Gerda, hörst du das, der Junge weiß nicht zu unterscheiden zwischen der Eindeutigkeit unserer Welt und einer multivalenten Außenwelt, wie sie draußen tobt und uns alle fertig macht. Hier Junge, ich spreche klare einfache Sätze, die muss nicht jeder verstehen, aber, für diejenigen, für die sie bestimmt sind, kommt es so dermaßen klar heraus, dass der Zweifel mir nicht folgt. Gerda, hast du jemals jemanden kennen gelernt, der aufgrund meiner Aussagen zu zweifeln begonnen hat, Gerda, jetzt komm doch mal, der Abwasch kann doch jetzt einmal warten, man hat doch nie davon gehört, dass irgendwer an dem gezweifelt hat, was ich gesagt habe. Ich spreche nur Tatsachen aus, jedes Ding meiner Sätze korrespondiert eineindeutig mit einem Ding in der Außenwelt. Ich bin was ich sage, und was ich sage existiert. Das ist das Ende der Debatte, von wegen Realismus und Idealismus, hier Junge – Harald sagt aua und leidet unter den Kniffen -, die letzten werden die ersten sein, erst versteht dich keiner, ich nehme dir das eigentlich gar nicht krumm, dann sind es ein paar und schließlich, ja schließlich, Gerda, was ist jetzt eigentlich mit dem Abendbrot?  

 
Welcome to my Jargon II
Geschrieben von tk   
Dienstag, 29. Januar 2008

Welcome to my Jargon (2nd fully revised and unabridged version) 

Wenn der Vogel auf der Hut ist, dann nicht notwendig auf diesem. Wir haben es alle immer gewusst, jetzt ist es bewiesen: Es gibt einen Blödsinn. Chilenische Wissenschaftler haben in einer umfangreichen Studie, die repräsentativ war, die auch langzeitlich war und von der vor allem Impulse für ein Versprechen seitens einer möglichen Aufschlusserkenntnis gen des schwierigen Problems der itzo ungelösten Entstehung des Universums auszugehen intendiert gewesen ist – ja, es ging nicht um weniger als viel – hinreichend mannigfaltig dargelegt, dass die Oberflächenstruktur bipolarer Entitäten und ihr Verhalten in endogenen Kontexten durchaus die Möglichkeit offen lässt, dass es einen Blödsinn gibt. Was wird sich ändern? Nun, hm, vielleicht sollten wir eine gemeine Turingschleife zurate ziehen, nein?, sie will nicht, wir müssen auch in diesem Fall die Arbeit alleine machen. Diese Drecksarbeit, jawohl, eine Drecksarbeit, ich scheue mich nicht, es beim Namen zu nennen. Jetzt alle mal unisono: Es ist eine Drecksarbeit. Na also, geht doch, wenn’s ums abhetzten geht, sind sie immer alle dabei, gelle, alle, kommen aus ihren Löchern gekrochen und fangen scheinbar gänzlich unmotiviert an zu hetzten. Was glaubt ihr denn eigentlich wer ihr seid? Und ob ich das verlangen kann, wer die Füße unter meine Begriffe stellt, der hat sich auch mit meinen Konklusionen zu befrieden. Schaut’s euch an, die Chilenen wieder, beweisen da mir nichts dir nichts, und wir haben noch gehofft, dass wir dieses Jahr ganz eindeutig zu Favoriten zählen. Probiert’s doch mal mit Brombeersorbee, hat mir der eine Juror gesteckt, alle anderen kommen immer mit ihren technischen Neuerungen, aber wenn ihr mal etwas poetisches, etwas Lyrisches probiert, sagen wir Griechenland oder Whaling in der Dämmerung, dann räume ich euch aber dermaßen gute Chancen, und wir sind dann wieder so doof gewesen, haben uns auf diese falsche Fährte bringen lassen, und jetzt präsentieren wir hier mit viel Tamtam und grünen Fahnen unser Brombeersorbee und sind so überhaupt nicht darauf gefasst gewesen, dass jetzt auch noch die Chilenen ... 

 
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